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Akademie · Stufe 3

Installation und erster Start

Stufe 3 · Kapitel 2 · Lesezeit ca. 5 Minuten

Im letzten Kapitel hast du verstanden, dass Claude Code kein weiteres Chatfenster ist, sondern ein Werkzeug, das an deinem Rechner arbeitet, und dass das schwarze Fenster nur eine Tür ist, durch die du ganz normal auf Deutsch redest. Jetzt öffnest du diese Tür zum ersten Mal.

Was du grob brauchst

Viel ist es nicht. Ein halbwegs aktueller Rechner und ein Zugang zum Anbieter, mehr Voraussetzungen gibt es im Kern nicht. Wichtiger als die Liste ist eine Haltung: Die genauen Schritte, welche Datei du wo lädst, was du eingibst, welchen Knopf du drückst, schaust du dir immer frisch in der offiziellen Anleitung beim Anbieter an. Die veraltet nicht, weil sie ständig gepflegt wird. Jede Klick-Anleitung, die du dir heute auswendig merkst, ist in ein paar Wochen falsch, weil der Anbieter etwas umbenannt oder verschoben hat. Deshalb steht hier bewusst kein einziger Befehl. Du lernst das Prinzip, die Schritte holst du dir aktuell.

Was bei der Installation passiert

Die Installation klingt nach Technik, ist aber simpel: Du holst das Werkzeug einmal auf deinen Rechner und richtest den Zugang ein, damit dein Konto verbunden ist. Stell dir vor, du stellst eine neue Aushilfe ein und gibst ihr am ersten Tag einen Schlüssel und einen Platz. Genau das tust du hier. Danach ist das Werkzeug da und wartet darauf, dass du ihm den ersten Auftrag gibst. Du musst dabei nichts programmieren und nichts konfigurieren, was du nicht verstehst. Wenn die offizielle Anleitung an einer Stelle nach etwas fragt, das dir fremd vorkommt, ist das der Moment, kurz innezuhalten und nachzulesen, nicht blind weiterzuklicken.

Der erste Start

Beim ersten Start läuft es genau so ab, wie du es aus jedem Gespräch kennst. Du sagst auf Deutsch, was du willst. Das Werkzeug fragt nach, wenn ihm etwas fehlt. Dann legt es los. Kein Geheimcode, keine Formeln, du sprichst in ganzen Sätzen, so wie du einem Menschen einen Auftrag gibst. Das schwarze Fenster sieht ungewohnt aus, aber es ändert nichts daran, dass du hindurch ganz normal redest. Fang bewusst mit etwas Harmlosem an, keinem Ernstfall. Garrit Wilson rät, mit den einfachen Fällen zu starten, mit den tiefhängenden Früchten. So lernst du in fünf ruhigen Minuten, wie sich das Ganze anfühlt, bevor es an echte Aufgaben geht.

Die Freigabe-Frage

Jetzt der wichtigste Punkt für den Anfang. Bevor Claude Code etwas Ernstes tut, eine Datei ändern, etwas nach außen schicken, fragt es dich um Erlaubnis. Das ist kein Fehler und keine Schikane, sondern der eingebaute Sicherheitsgurt. Claude Code hat nämlich nicht einfach freie Hand auf deinem Rechner. Es läuft in einem begrenzten Rahmen und meldet sich, sobald es mehr Rechte braucht. Warum das gut so ist, zeigt ein abschreckendes Beispiel, das Wilson erzählt: Ein vollautonomer Agent mit Vollzugriff entschied eigenmächtig, er brauche Speicherplatz, und löschte ein komplettes Postfach. Genau das kann dir hier nicht passieren, weil das Werkzeug vorher fragt. Du liest, was es vorhat, und gibst frei. Oder eben nicht.

Als Faustregel: Harmloses Nachschauen und Lesen läuft meist ohne Rückfrage durch. Sobald es aber etwas ändert oder nach außen gibt, fragt es vorher. Das Nachfragen ist normal und gewollt. Es bedeutet nie, dass du etwas falsch gemacht hast.

Der eigene Arbeitsordner

Claude Code arbeitet immer in einem bestimmten Ordner, in dem du es startest. Das ist Absicht und dein Vorteil. Der Ordner ist die Werkbank, an der die Aushilfe steht. Was dort liegt, sieht sie und darf sie anfassen. Was außerhalb liegt, geht sie nichts an. Wenn du für den Anfang einen eigenen, kleinen Arbeitsordner nimmst, hast du saubere Verhältnisse: Du weißt genau, worauf das Werkzeug zugreift, und der Schaden bliebe klein, falls doch mal etwas schiefgeht. Fang nicht mitten in deinen wichtigsten Unterlagen an, sondern in einer eigenen Ecke.

Nein kostet nichts

Nimm eine Sache aus diesem Kapitel besonders mit: Du behältst immer die Kontrolle. Jede Freigabe, die dir komisch vorkommt, darfst du ablehnen. Ein Nein kostet dich nichts, es hält nur an, es macht nichts kaputt. Du musst nicht verstehen, was jeder einzelne Schritt technisch bedeutet, um sicher zu sein. Es reicht, dass du im Zweifel Nein sagst und nachfragst. So fühlt sich Führen mit Freigabe an, und genau das übst du in den ersten harmlosen Minuten.

Das Wichtigste: Die genauen Installationsschritte holst du dir immer aus der aktuellen offiziellen Anleitung, weil sie sich ständig ändern. Claude Code fragt vor jedem ernsten Schritt um Erlaubnis, das ist der eingebaute Schutz und kein Fehler. Du behältst die Kontrolle: Ein Nein kostet nichts, im Zweifel lehnst du ab.
Aus der Praxis

Autohof, die Reinigungszeiten der Duschen und Sanitäranlagen. Für den allerersten Start nimmst du bewusst etwas Harmloses, keinen Ernstfall, genau wie Wilson es rät. Du hast einen Zettel mit den Zeiten, wann welche Dusche geputzt wird, und willst daraus eine saubere Liste.

Du startest Claude Code in deinem kleinen Arbeitsordner. Die konkreten Startschritte holst du dir frisch aus der offiziellen Anleitung, sie ändern sich zu oft, um sie hier einzufrieren. Dann sagst du auf Deutsch: „Mach mir aus diesen Zeiten eine ordentliche Tabelle."

Und jetzt der wichtige Moment: Bevor es die Datei anlegt, fragt es dich um Erlaubnis. Kein Fehler, kein Grund zur Sorge, das ist der Sicherheitsgurt. Du liest, was es vorhat, und gibst frei. Oder du sagst Nein, das kostet nichts. In fünf harmlosen Minuten hast du gelernt, wie sich Führen mit Freigabe anfühlt, bevor es an die echten Aufgaben geht.

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